Wissenswertes

Olivenöl

Olivenöl ist nicht alles, aber ohne Olivenöl geht bei mir in den meisten Fällen gar nichts. Es wird aus den Früchten des Ölbaums, einer der ältesten Kulturpflanzen, gewonnen. Der Ölgehalt der Olive beträgt im Durchschnitt 30% und ist leicht grünlich gefärbt.
Olivenöl aus der ersten Kaltpressung ist das geschmacklich beste aber auch das teuerste Öl. Dies liegt daran das dass Ernteverfahren der noch nicht ganz ausgereiften Früchte, sehr aufwändig ist. Günstigeres Öl wird meist aus reifen Oliven gewonnen, die selbst vom Baum, in spezielle Auffangnetze, fallen. Um 1 Liter Öl herzustellen, benötigt es ca. 2500 Oliven. Geerntet wird zwischen November und Januar.
Danach muss alles ganz schnell gehen den die Qualität lässt schon nach 24 Stunden nach. Die Oliven werden gepresst und anschließend zentrifugiert. Dadurch setzt sich das enthaltene Wasser und die Preßrückstände ab. Jetzt ist das Öl klar und hat je nach Gebiet eine Goldgelbe bis kräftig grüne Farbe.
Das beste Olivenöl wird als "extra vergine", "kaltgepreßt" oder "Natives Olivenöl extra", angeboten. Als etwas niedriger in der Qualität ist das Öl mit der Bezeichnung "vergine" oder "Natives Olivenöl", einzustufen. Alles wo nur Olivenöl drauf steht ist ein Verschnitt aus nativem und raffinierten Öl und von minderer Qualität. Das interessante am Olivenöl ist jedoch der regional unterschiedliche Geschmack, es lohnt sich, probiert es aus.
Aufbewahren sollte man, wie übrigens jedes Öl, dunkel und gut verschlossen. Durch Lichteinfall kann das Öl oxidieren und wird dann schnell ranzig.

Kernöl (Kürbiskernöl steirisch)

Das steirische Kürbiskernöl, kurz Kernöl genannt, wird aus den Samen des steirischen Ölkürbis (Cucurbita pepo var. styriaca) gewonnen. Der Geschmank des Öls ist nussig, etwas süsslich, hocharomatisch und mit intensiven Eigengeschmack. Das muss man mögen, sonst hat man keine Freude an dem Öl. Seine Farbe ist grünlich bis tief dunkel braun ja schon fast schwarz. Das Kernöl war bis in den 70iger Jahren nur in der Südsteiermark bekannt. Erst in den 80iger Jahren begann die Verbreitung auch in andere Länder. Kernöl findet vielerlei Anwendung in der Küche, z.B. in Salaten, Rindfleisch, Suppen und der steirischen Eierspeise. Sogar als Nachspeise im Speiseeis kann es Verwendung finden. Allerdings sollte man das Öl nicht erhitzen und somit nicht zum Braten verwenden. Zudem spricht man dem Kernöl, heilende Wirkung bei Herz-Kreislauf Erkrankungen und Problemen mit der Prostata, zu. Allerdings gibt es beim Kürbiskernöl erhebliche Qualitätsunterschiede. 
Das steirische Kürbiskernöl g.g.A ist aus hundertprozentigen reinem Öl aus schalenlos gewachsenen Ölkürbissamen.
Das Kürbiskernöl ist aus hundertprozentigem reinen Kernöl aus billig importierten beschalten Kürbiskernen.
Das Salatöl ist ein deklariertes Mischöl aus Kürbiskernöl und einem raffinierten Öl wie z.B. Rapsöl.
Wer das steirische Kernöl lieben gelernt hat möchte es aus seiner Küche nicht mehr missen.  

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